• Am 7. September 1922 wurde der „Gemeinnützige Kleingartenbauverein mit dem Sitz in Loga“ in Loga gegründet. Die Satzung wurde von 8 Gartenfreunden erarbeitet und unterschrieben. Dieser Verein wurde am 16. Oktober 1922 beim Preußischen Amtsgericht Leer unter der Nr, 46 in das Vereinsregister eingetragen. Das ist das Geburtsdatum unseres Vereins.

    Das Vereinsgelände befand sich „Auf den Truben“ und am „Fünftelweg“. Die Aufzeichnungen über das Vereinsleben und sämtlicher Schriftverkehr des Vereins aus den Jahren danach bis zum Jahre 1938 sind bedauerlicherweise verloren gegangen. Überliefert ist u.a., dass nach 1933 auf Anordnung des „Reichsbund Deutscher Kleingärtner“ der Verein seinen Namen in „Kleingartnerverein e.V. Loga“ ändern musste (Gleichschaltung).

    Im 2. Weltkrieg musste der Verein zur Sicherung der Ernährungslage offiziell beitragen. Die Bestellung der Gartenparzellen war schwierig, gab es doch Saatgut nur auf Bezugsschein beim „Kreisbauernführer“. In den Jahren 1942 – 1945 fand kaum ein Vereinsleben statt, nur Vorstand und Rechnungsprüfer trafen sich zu Sitzungen.

    1946 Neubeginn. Der Vorstand wurde wieder demokratisch gewählt. – Wegen des Lebensmittelnotstandes gab es viele Bewerber um Gartenparzellen, nämlich 86. Neues Pachtland wurde erworben und nach dem Grad der Bedürftigkeit der Antragsteller vergeben. Das Vereinsleben wurde aktiviert, jedoch mussten Vorstandssitzungen und Mitglieder Versammlungen wegen Stromsperren auf den frühen Nachmittag gelegt werden. Mitunter wurden nur wenige Tagesordnungspunkte erledigt.

    1947 Die Zahl der Bewerber um Gartenland stieg auf 158, ein Zeichen für die schwierige Lebensmittelversorgungslage. 1948 Währungsreform. Das Vereinsvermögen war fast restlos dahin. Die
    wirtschaftliche Versorgungslage besserte sich sprunghaft und somit ließ das Interesse für einen Kleingarten stark nach. Das Vereinsleben, bis dahin sehr ausgeprägt, war auch nicht mehr so gefragt.

    1957 wurde ein Teil des Gartenlandes „Auf den Truben“ Bauplatze. Kein Verlust und kein Schaden für den Verein, weil die Zahl der Mitglieder ohnehin zurückgegangen war.

    Am 3. November 1960 hieß der Verein wieder wie bei der Gründung, nämlich „Gemeinnütziger Kleingartenbauverein mit dem Sitz in Loga“. Die Nachfrage nach Gartenland ließ aber weiter nach. Deshalb wurden die Ländereien „Auf den Truben“ und am „Fünftelweg“ an ihre Besitzer zurückgegeben.

    1965 Der Verein erwirbt 17,764 ha Pacht Land „Zwischen den Alleen“, unser jetziges Kleingartengelände, für insgesamt 52 Mitglieder.

    1970 Der Verein lebt wieder. das beweisen die geselligen Veranstaltungen wie Frühlings- und Sommerfeste , Erntedanktag:e und Fahrten ins Blaue. Der gesamte Vorstand, zum Teil noch Mitglieder aus den Gründungsjahren, tritt zurück. 51. Jähre war Hermann Schüür im Vorstand tätig, die meiste Zeit als 1. Vorsitzender. Heinrich Kassmann und Johann Kliege haben 25 Jahre Arbeit im Vorstand geleistet. Als Dank dafür wurden sie von der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt. In Eigenleistung durch Mitglieder wurden in der Anlage 2 Brunnen gegraben und mit Pumpen versehen, ebenso dazu 2 Sickergruben angelegt.

    1971 Das Gartengelände wird eingezäunt. Die Kosten: 1.805,62 DM für das Material. 971 Stunden an Arbeit leisteten Mitglieder dafür in eigener Sache. Die Vereinskasse, Spenden der Mitglieder und ein Zuschuss des Ortsrats Loga stellten die Finanzen sicher.

    1972 beschließt die Mitgliederversammlung eine neue Satzung, dazu wird eine „Gartenordnung“ herausgegeben. In § 9 (2) Satz 1 der Satzung heißt es: „Der Verein hat die Aufgabe, die sozialen und kulturellen Ziele der Kleingartenorganisation zu fördern“.

    1974 Auf Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Jahre 1973 wird die erste Vereinslaube errichtet; sie dient der Aufbewahrung von Vereinsgütern. Durch Gemeinschaftsarbeit der Mitglieder wächst der Verein mehr und mehr zusammen, Deshalb wird 1975 die Gartenlaube vergrößert. – Es gibt wieder eine Liste mit Bewerbern um Gartenland. Vermutliche Gründe für diese Entwickelung sind wohl Hoboy und Freizeitgestaltung, der Nutzungsgewinn der Ernte tritt dabei zurück.

    4. August 1976 Die Gemeinschaftslaube wird erstmals als Versammlungsraum genutzt, der Vorstand tagt. Der Kleingarten wird durch weitere Landübernahme um 6 Parzellen vergrößert, weil immenser Nachfragebedarf für Gartenparzellen vorhanden ist.

    1978 Ein 3. Brunnen mit Pumpe und Sickergrube wir angelegt. Am 9. Juni 1978 findet das erste Fest, das Sommerfest , in der Gartenlaube statt.

    Im Februar 1979 gibt sich der Verein einen neuen, den jetzigen Namen: „Gemeinnütziger Kleingartenverein e.V. Loga von 1922“, mit dem internen Zusatz: „Zwischen den Alleen“.

    1980 Die Vereinslaube wird durch Umbau und Erweiterung zum Vereinsheim. Die Einweihung ist am September 1980. Bis zu 30 Personen haben Platz. Es wurde mit zum Teil neuem Mobiliar ausgestattet: Stühle, Gardinen, Bilder und anderer Wandschmuck von Vereinsmitgliedern gespendet. Die Kosten von 3.700,– DM trägt die Vereinskasse. Die Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht.

    1986 – 1987 Pläne für den Bau eines neuen, größeren Vereinsheimes werden ausgearbeitet. Das bisherige Vereinsheim entspricht nicht mehr den Bedürfnissen der Vereinsmitglieder und ist zudem in einem baulich schlechten Zustand.

    Am 12. Februar 1987 wird nach vorgelegten Planen die Baugenehmigung erteilt. Im Mai 1987 erfolgt der erste Spatenstich, die Grundsteinlegung ist am 19. Juni 1987. Am 11. September 1987 wird schon das Richtfest gefeiert und am 17. September 1988 haben wir unser neues Haus in Besitz genommen.

    Kosten und Finanzierung: Die Materialkosten beliefen sich auf ca, 42.000,– DM. Sie wurden, bis auf einen geringen Betrag, durch Eigenmittel des Vereins und Spenden der Mitglieder eingebracht. Zuschüsse erhielt der Verein vom „Landesverband der Gartenfreunde Ostfriesland“, der Stadt Leer, dem
    Ortsrat Loga und der Kreis- und Stadtsparkasse Leer-Weener. Alle mit dem Bau erforderlichen Arbeiten wurde ausschließlich von Mitgliedern des Vereins in kostenloser 8igenleistung durchgeführt. Mit in diese
    Arbeitsleistung eingebunden sind der Bau einer Kläranlage, die Arbeiten für den Anschluss an das öffentliche Wasser- und Stromversorgungsnetz.

    Und noch einmal musste gebaut werden. Im Jahre 1989 bauten wir einen Geräteschuppen für Vereinseigenes Gerät, der auch gleichzeitig Vorratsschuppen sein soll.